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Thema:
Blutdruck
Datum:
2013-01-11

Zu hoher Blutdruck ist lebens-gefährlich


70 Prozent aller 70-jährigen Oberösterreicher leiden an Bluthochdruck. Unbehandelt führt das oft zu Schlaganfällen und Herzinfarkten.


Menschen mit hohem Blutdruck wissen oft nichts von diesem Risikofaktor. Viele der Symptome sind unspezifisch: ein diffuses Drücken im Kopf, Schwindel, häufiges Nasenbluten, Atemnot bei körperlicher Belastung, Nervosität. Eine Diagnose lässt sich nur stellen, wenn regelmäßig der Blutdruck gemessen wird. Der Patient kann mit dem Arzt gemeinsam einen Therapieplan erstellen.

So lässt sich Bluthochdruck behandeln

Ausdauersport wirkt wie Medizin. Nur bei sehr hohem Blutdruck sind Medikamente unbedingt notwendig. 

Hohem Blutdruck können Betroffene zum Beispiel durch eine Veränderung des Lebensstils zu Leibe rücken:

- Körperlicher und geistiger Stress wirken sich negativ aus. Der Versuch, ein ausgeglichenes Leben zu führen, und das 
  Erlernen und Anwenden von Entspannungstechniken können helfen, den Blutdruck zu senken.

- Gesunde und vor allem salzarme Ernährung wirkt sich günstig aus.

- Rauchen und Alkohol verringern die Flexibilität der Adern. Deshalb besser auf Zigaretten verzichten; Wein, Bier und
  Schnaps meiden oder nur in Maßen konsumieren.

- Auch Übergewicht kann sich negativ auswirken.

- „Den wichtigsten Effekt erzielt jedoch regelmäßige Bewegung. Ideal sind drei Sporteinheiten zu je einer halben bis
   einer Stunde pro Woche“, sagt Dozent Clemens Steinwender vom Linzer Allgemeinen Krankenhaus.

Erst wenn der erste Blutdruck-Wert über 160 klettert, kann auf Medikamente zumeist nicht mehr verzichtet werden. „Es gibt eine große Palette von Medikamenten, die auf die Muskulatur der Gefäße wirken. Sie lassen die Muskulatur entspannen“, erklärt Steinwender. Wenn der Betroffene durch die Pillen extrem müde wird, kann es sein, dass die Dosis zu hoch ist. Auch andere Nebenwirkungen treten immer wieder auf:

- Schwindel, Probleme beim raschen Aufstehen, Kreislaufprobleme.

- Störungen der Nierenfunktion.

- Beinschwellungen.

- Wirkung auf das vegetative Nervensystem: Verlangsamung des Herzschlags.

Vielversprechende Methode
Seit zweieinhalb Jahren erproben Herzspezialisten im Linzer AKh eine neue Methode, die den Blutdruck dauerhaft senkt: Über eine Arterie in der Leiste wird ein Katheder eingeführt, den der Arzt bis zur Niere schiebt. Dort sitzt eine der Schaltstellen für den Blutdruck. „Bei der Renalen Sympathikus-Denervierung werden die sympathischen Nervenfasern rund um beide Nierenarterien mittels Hochfrequenzimpulsen verödet“, sagt Steinwender. So wird die Impulsweitergabe dieser Nervenfasern unterbrochen und der Blutdruck gesenkt. Im AKh wurde diese Methode 2010 erstmals in Österreich angewandt. Seitdem sind damit mehr als 150 Patienten mit schwer einstellbarem Blutdruck behandelt worden. Der Eingriff erwies sich als sicher und langfristig wirksam. Dabei wird der erste Blutdruckwert um etwa 30 und der zweite Blutdruckwert um etwa 15 mmHg gesenkt.

Umso wichtiger sind regelmäßige Kontrollen, damit Sie wissen, wie es um Ihren Blutdruck steht. Nehmen Sie unseren Service wahr und lassen Sie sich bei uns kostenlos und regelmäßig Ihren Blutdruck messen.

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